29. Juli 2020 | Beutlhauser-Gruppe

Bau des 240 Meter langen Elbdükers in Dresden

Knapp acht Meter unter der Elbe bohrt sich die Vortriebstechnik der Eiffage Infra-Bau-Gruppe durch das Erdreich. Hinter ihr entsteht ein 240 Meter langer Elbdüker für die Fernwärmeleitungen der Drewag – Stadtwerke Dresden. Der Düker wird über die dann 18 Meter tiefen Zugangsschächte beiderseits der Elbe erreichbar sein.

Herausfordernder Startschuss

Beginn der  Arbeiten  bildet  die  Startgrube an der Pieschener Allee. Sie wird  mittels eines Startschachtbauwerkes als Absenkbauwerk 22 Meter tief abgetäuft. Für diesen Schritt war zunächst ein Bodenaustausch in voller Tiefe notwendig, da der anstehende Boden einen Absenkvorgang nicht zulässt. Nach Herstellung der Baufreiheit durch die Oberflächenaufbrüche mit anschließenden Kampfmitteluntersuchungen erfolgten im Herbst die Arbeiten zum Bodenaustausch mittels Großdrehbohrgerät. Dieser Boden wurde wieder verdichtet, damit sich der Senkschacht gleichmäßig absenken kann.  Für diese Arbeiten wurde durch Beutlhauser ein HS 895 an die Firma Menard vermietet. Mit diesem Gerät und einem Vibrationsrüttler V23 wurde der Boden für den Senkschacht verdichtet.

Der gewaltige Startschacht

Der gewaltige Startschacht in Ortbetonbauweise hat eine umlaufende Wandstärke von 1,5  Metern  und  die  Außenmaße  von 13 Meter x 9 Meter. Für die  Hochbauarbeiten vermietete Beutlhauser zwei Liebherr Schnellbaukrane 71K und 81K an die Eiffage Infra-Ost GmbH. Der Absenkvorgang wird dabei komplett im Grundwasser durchgeführt. Für diese Arbeiten kommt ein Liebherr Seilbagger HS 853 mit einem schweren 1,5 Kubikmeter Greifer zum Einsatz. Damit der Fahrer den Greifer im Baukörper beobachten kann, wurde ein Kamerasystem mit Monitor in der Fahrerkabine installiert. Weiterhin wurde ein Seillängenmesssystem in den Bagger nachgerüstet, damit der Fahrer die aktuelle Tiefe des Greifers unter Wasser ermitteln kann. Durch den Bodenaushub hat sich der Senkschacht langsam nach unten bewegt. Mit einem Tachymeter überwachte und zeichnete die Eiffage Infra-Ost GmbH den Vorgang auf.

Drei Meter mächtige Betonschicht als wasserdichte Bodenplatte

Im Anschluss an die Absenkung der kompletten 22 Meter folgt der Einbau einer drei Meter mächtigen Unterwasserbetonschicht als Bodenplatte. Nach diesem Schritt ist das Bauwerk hinreichend dicht und schwer genug, um den Baukörper zu lenzen und die Vorbereitungen für den Hydroschildvortrieb durchzuführen. Zu diesem Zweck wird Mitte des Jahres eine Tunnelbohrmaschine in das Bauwerk gehoben. Auf der gegenüberliegenden Elbseite werden diese Arbeiten für das Zielbauwerk wechselseitig analog ausgeführt. Im Anschluss kann der Leistungsabschnitt der Eiffage Infra-Vortriebstechnik Mitte des Jahres 2020 beginnen.