28. September 2021 | Produkte

Premiere im Würzburger Hafen: neue Liebherr-Umschlagmaschine LH 60 Port deutschlandweit erstmals im Einsatz

Mit dieser Kaufentscheidung ist die Beuerlein Hafenumschlag GmbH mit Sitz in Würzburg zum Vorreiter in ganz Deutschland geworden: Als erstes Unternehmen bundesweit arbeitet Beuerlein mit dem neuen Liebherr LH 60 Port Litronic. Diese Maschine wurde speziell für den wirtschaftlichen Umschlag von Schütt- und Stückgütern konzipiert.

Die Beuerlein Hafenumschlag GmbH ist im vergangenen Jahr als Tochterfirma zur Beuerlein GmbH & Co.KG in Volkach-Gaibach gestoßen, die Anfang der 60er Jahre entstanden ist und zunächst auf die Gewinnung von Sand und Kies sowie den Erdbau spezialisiert war. Mittlerweile führen die Brüder Steffen und Jan-Felix Beuerlein mit ihrem Vater Bruno Beuerlein das Unternehmen in dritter Generation. Gerade in den letzten Jahren konnte ein starkes Firmenwachstum verzeichnet werden. Derzeit arbeiten rund 160 Mitarbeiter für die Beuerlein-Gruppe.

Zentrale Grundlage für die Weiterentwicklung des Unternehmens sind leistungsstarke, moderne Maschinen wie der neue LH 60 Port. Seit Anfang des Jahres leistet er im Würzburger Hafen wertvolle Dienste. Zuvor waren Seilbagger aus den 70er Jahren in der Hafenanlage in Betrieb. „Diese hatten nun ausgedient. Sie waren bei weitem nicht so leistungsfähig wie ein Hydraulikbagger“, erklärt Andreas Ingelmann, Geschäftsführer der Beuerlein Hafenumschlag GmbH.

Bedarfsanalyse als Entscheidungsgrundlage

Für die neue Umschlagmaschine von Liebherr hat sich das Unternehmen in enger Abstimmung mit Beutlhauser-Verkaufsberater Andreas Öhrlein entschieden. „Wir haben unsere Ansprüche und Leistungsdaten als Basis vorgelegt und gemeinsam erarbeitet, welches Gerät auf dieser Grundlage das passende für uns ist“, sagt Ingelmann über den Entscheidungsprozess.

Mit dem LH 60 Port wurde eine Maschine gefunden, deren Gesamtpaket die Bedürfnisse des Unternehmens optimal aufgreift. Der verbaute Vier-Zylinder-Liebherr-Dieselmotor der Abgasstufe V liefert in Kombination mit dem serienmäßigen Liebherr-ERC-System eine Gesamt-Systemleistung von bis zu 322 Kilowatt. Diese Zusammensetzung sorgt für maximale Umschlagleistung.

Des Weiteren zeichnet sich der LH 60 Port durch hohe Traglasten bei gleichzeitig großen Reichweiten aus. Mit dem 12,5 Meter abgewinkeltem Ausleger und dem fast 11 Meter langen Stiel erreicht er eine Reichtiefe und -weite von rund 22 Metern. „Wichtig war uns zudem, dass auch bei hohen Ladezyklen sicheres Arbeiten gewährleistet bleibt, dass wir also möglichst viele Ladespiele bei gleichzeitig stabilem Stand hinbekommen“, so Ingelmann.

Anbauwerkzeuge: Schüttgut- und Mehrschalengreifer

Bei den Anbauwerkzeugen hat sich das Unternehmen für einen drei Kubikmeter großen Schüttgutgreifer entschieden. Für die Verladung von Roheisen ist zudem ein Mehrschalengreifer mit einem Volumen von eineinhalb Kubikmetern im Einsatz. Um die Greifer schnell wechseln zu können, ist die Maschine mit einem Multikuppler und einem hydraulischen Schnellwechsler ausgestattet.

Das zügige Wechseln der Greifer spielt nicht nur in Zusammenhang mit verschiedenen Materialien eine Rolle. Eine Besonderheit vor Ort liegt darin begründet, dass beide Gelände, auf denen der LH 60 Port eingesetzt wird, durch eine öffentliche Straße getrennt sind. „Für das Umfahren der Hafenseiten war eine flexible Lösung erforderlich, damit wir zum Entkuppeln nicht immer auf die Werkstatt angewiesen sind“, sagt Ingelmann.

Zudem mussten wegen dieser Besonderheit weitere Faktoren bedacht werden: Damit die Umschlagmaschine die Straße passieren darf, musste eine Sondergenehmigung eingeholt werden. Die dazu notwendige TÜV-Abnahme erfolgte noch vor Auslieferung direkt im Liebherr Werk. Zu beachten war weiterhin, dass die Maschine wegen einer Engstelle mit geringerer Durchfahrtshöhe eine Höhe von 5,40 Meter nicht überschreiten durfte.

Einsatzgebiet: Umschlag diverser Materialien

Aktuell ist der LH 60 Port fast ausschließlich an der nördlichen Hafenseite zum Umschlag von Müllverbrennungsschlacke, Roheisen, gefährlichen und nichtgefährlichen mineralischen Abfällen und Rohgips im Einsatz. Andreas Ingelmann ist davon überzeugt, dass die Maschine künftigen Herausforderungen gewachsen sein wird.

Auch die Maschinisten, die den LH 60 Port nun bereits mehrere Monate auf Herz und Nieren testen konnten, sind zufrieden. Ihr Fazit: Trotz seiner Größe lässt er sich erstaunlich feinfühlig bedienen. „Die Maschinisten haben Spaß an der Arbeit mit dem LH 60 Port. Für die Mitarbeiter ist es schön, dass Beuerlein in derartige Maschinen investiert und sie einen vernünftigen Arbeitsplatz haben“, stellt Ingelmann fest.

Weitere Liebherr-Neuanschaffungen

Neben dem LH 60 Port hat die Beuerlein-Gruppe ihren Maschinenpark in Zusammenarbeit mit Beutlhauser um drei Liebherr-Raupenbagger erweitert: einen R 945 Multi-User, der vorrangig für Böschungsarbeiten und die Nassgewinnung von Sand genutzt wird, und zwei Raupenbagger R 930, sowie einen weiteren R 945, die im Erdbau und in der Deponie benötigt werden.

Andreas Ingelmann stellt abschließend fest: „Mit den leistungsfähigen Geräten, die wir über Beutlhauser beziehen, haben wir bislang immer sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Wichtige Grundlage der seit 2015 bestehenden Zusammenarbeit sei aber auch die Erfahrung, dass Beutlhauser stets zur Stelle ist, sollte es Probleme geben. „Wir haben uns noch nie im Stich gelassen und immer gut beraten gefühlt. Bei Schwierigkeiten sucht Beutlhauser nach Lösungen, die für uns passen – so stellen wir uns eine gute Zusammenarbeit vor.“