Zweigeschossige Container-Schule von Recon auf einer Baustelle, aus der Luft fotografiert

27. Juli 2026 Praxisbeispiele

Außen Container, innen Schule

Elterninitiative setzt auf modulare Containeranlage – Beutlhauser löst komplexes Anforderungsprofil

Einen Ort schaffen, an dem Lernen wirklich Spaß macht und eine Gemeinschaft entsteht, die weit über den Schulkontext hinausgeht: Aus diesem Wunsch wurde in Polch nahe Koblenz Wirklichkeit. Die von Beutlhauser realisierte Containeranlage zeigt, dass Klassenräume in Containern keine Notlösung sein müssen. Mit passgenauer Planung und hochwertiger Ausstattung lässt sich eine Lernwelt gestalten, die bei den Kindern, Eltern und Lehrern gleichermaßen gut ankommt. Durch die geschickte Kombination von fast 60 Containern entstanden sechs große Klassenräume, eine Mensa mit Küche, ein Lehrerzimmer und ein Sekretariat, ein Musikzimmer, Toilettenräume sowie ein Technik- und ein Putzmittelraum. 

Die doppelstöckige Anlage umfasst insgesamt rund 870 Quadratmeter und damit genug Platz für die wachsende Schulfamilie. Ergänzend zur seit 2018 bestehenden Montessori-Grundschule Sonnenschein wurde in Trägerschaft der ehrenamtlich aktiven Elterninitiative zum Schuljahr 2025/2026 eine Realschule+ gegründet. „So ermöglichen wir den Schülern den Übertritt auf eine weiterführende Schule mit Montessori-Pädagogik“, betonen die Projektverantwortlichen Sandra Schäfer und Ramona Erwen. Das erweiterte Angebot machte zusätzliche räumliche Kapazitäten erforderlich, die am ursprünglichen Standort in Mendig nicht zur Verfügung standen. Eine temporäre Containeranlage zur Miete erwies sich als kurzfristig umsetzbare und kosteneffiziente Lösung. Von der Planung bis zum Einzug im Oktober 2025 verging nicht einmal ein Jahr. 

Gesamtkonzept bündelt durchdachte Details

„Beutlhauser war der einzige Anbieter, der die Anforderungen erfüllen konnte“, führt Sandra Schäfer aus. Dazu zählten nicht einzig Vorgaben zur Schaffung einer optimalen Lernumgebung, sondern eine Vielzahl behördlicher Vorschriften. Beispielsweise muss eine gewisse Deckenhöhe eingehalten werden, die mit Containern in Übergröße erreicht wird. „Die Rauminnenhöhe unter der Akustikdecke liegt nun bei 2,74 Metern, die Außenhöhe bei rund 3,30 Metern“, berichtet Beutlhauser-Produktmanager Henning Schmitz. Für das Obergeschoss galt die Auflage, eine Flächennutzlast von 3,5 Kilonewton pro Quadratmeter sicherzustellen. „Vor dem Hintergrund dieser Vorgaben fiel die Wahl auf unseren Hersteller Recon“, führt Schmitz aus. Auch die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes und des Brandschutzes werden abgedeckt.

Aus Sicherheitsgründen verlaufen die Wasserleitungen hinter einer Vorsatzschalung in den Containern. Verbunden werden die beiden Geschosse mit einer innenliegenden Treppe und zwei Stahlaußentreppen, die zugleich als Fluchtwege dienen. „Das Erdgeschoss ist barrierearm“, schildert Schäfer weitere Details. Dafür wurden Türen mit einer Breite von mindestens einem Meter eingesetzt. Der Boden wurde zunächst verspachtelt und exakt geschliffen, bevor Linoleum verlegt wurde. 

Verlässliche und lösungsorientierte Partnerschaft 

Was Sandra Schäfer und Ramona Erwen besonders freut: „Von innen sieht man gar nicht, dass es sich um Container handelt.“ Beide sind davon überzeugt, für die rund 100 Schüler moderne Rahmenbedingungen für selbstbestimmtes Lernen geschaffen zu haben. Weil in den ersten beiden Jahren nach der Schulgründung keine staatliche Förderung der Privatschule möglich ist, tragen die Eltern die Kosten weitgehend selbst. Die Miete für zunächst fünf Jahre stellt eine wirtschaftliche Alternative zu einem kompletten Schulneubau dar. 

„Die Zusammenarbeit mit Beutlhauser kann man gar nicht genug loben. Henning Schmitz war immer für uns erreichbar und hat uns hervorragend betreut. Wir wussten von vornherein, dass es viele Herausforderungen geben wird. Mit Beutlhauser hatten wir einen Partner, mit dem wir gemeinsam Lösungen gefunden haben – das war für uns Gold wert“, betont Sandra Schäfer. 

Zurück zur Übersicht