Eine Gruppe von acht Personen steht in einem Büro und posiert für ein Foto. Zwei Männer in der Mitte halten gemeinsam ein gerahmtes Zertifikat. Alle sind formell gekleidet und lächeln in die Kamera.
Die Zertifikatsübergabe fand am 9. September 2025 am Beutlhauser Firmensitz in Passau statt (v. l.): Prozess-/Qualitätsmanager Michael Tretbar, Otto Sterl, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Manuel Ratsch, Technischer Facility Manager, David Quester, Vertrieb Region Südost bei der DEKRA, Beutlhauser-Geschäftsführer Oliver Sowa, Dennis Magdans aus der Organisationsentwicklung, Dr. Antje Wittig, Leitung Organisationsentwicklung/IT, sowie Alexandra Rödig, Sachbearbeiterin Technisches Facility Management.

09. September 2025 Neuigkeiten

Beutlhauser-Gruppe erhält ISO-Zertifizierungen

Passau. Nach intensiver und langjähriger Vorarbeit ist ein Meilenstein erreicht: Beutlhauser mit Firmensitz in Passau hat erfolgreich ein integriertes Managementsystem in der Unternehmensgruppe etabliert. Konkret geht es um drei bedeutende ISO-Zertifizierungen: ISO 9001:2015 (Qualität), ISO 14001:2015 (Umwelt) und ISO 45001:2023 (Arbeits- und Gesundheitsschutz). 

„Zertifizierungen sind mit hohem administrativen und organisatorischen Aufwand verbunden. Sie haben deshalb den Ruf, Zeit- und Produktivitätsfresser zu sein – doch das Gegenteil ist der Fall“, sagt Geschäftsführer Oliver Sowa. Der Zertifizierungsprozess ist kein Bürokratismus, sondern eine reelle Chance, Ordnung und Struktur zu schaffen und das Unternehmen weiter zu professionalisieren und zu verbessern. „Der Zertifizierungsprozess hilft uns enorm bei der organisatorischen und digitalen Transformation des Unternehmens. Er bietet eine sehr gute Gelegenheit, alles zu hinterfragen, historisch Gewachsenes ohne Mehrwert abzuschaffen und strukturelle Schieflagen zu beseitigen, so Oliver Sowa weiter.

Gleichzeitig dienen Zertifizierungen als Beleg für die Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Transparenz einer Organisation. Kunden, Partner und Behörden sehen auf einen Blick: Hier werden höchste Standards eingehalten und kontinuierlich weiterentwickelt. „Die regulatorischen Anforderungen und das öffentliche Interesse an nachhaltigen, ressourceneffizienten und rechtssicheren Unternehmensstrukturen wachsen stetig. Gerade in Zeiten dynamischer Märkte und komplexer Lieferketten schaffen Zertifizierungen Vertrauen, eröffnen neue Geschäftsmöglichkeiten und fördern den Zugang zu Ausschreibungen“, betont Dr. Antje Wittig, Leitung Organisationsentwicklung/IT.

Langer Weg zum Erfolg

Die Beutlhauser-Gruppe war auf die Umsetzung der Zertifizierungen gut vorbereitet. Seit zehn Jahren durchläuft das Unternehmen einen Transformationsprozess. „Wir haben ausgemistet, Ordnung und Struktur geschaffen und vor allem die Prozesse an den Standorten standardisiert“, führt Sowa aus. Die unternehmensweite Einführung von SAP S/4HANA im Jahr 2021 als digitalen Kern und die damit verbundene Prozessharmonisierung sind Grundlagen für ein effizientes Arbeiten und die ISO-Zertifizierungen.

Der Startschuss für die eigentliche Zertifizierungsphase fiel 2022. Die angestrebten ISO-Normen 9001, 14001 und 45001 wurden in einem integrierten Managementsystem vereint. Ein Projektteam wurde gebildet und die Verantwortlichen an den Standorten eingebunden. Es folgten interne Audits an den Standorten, um Schwachstellen und ineffiziente Abläufe aufzudecken, und schließlich die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs. Der aktuelle Ist-Stand der umgesetzten Maßnahmen wurde einmal monatlich an jeder Niederlassung bewertet. 

Im Frühjahr 2025 begann der offizielle Zertifizierungsprozess. Fünf Auditoren der DEKRA sichteten die Dokumente und führten Vor-Ort-Begehungen an den Standorten durch. Beutlhauser entschied sich für eine Matrixzertifizierung, mit der alle Standorte effizient und ressourcenschonend auditiert werden können. Einzelne Geschäftsbereiche wurden in einer Einzelzertifizierung separat zertifiziert, um spezielle Normen wie ISO 45001 gezielt umzusetzen. 

Der Blick nach vorn 

Die Auditoren hoben besonders die Unternehmenskultur sowie die Zusammenarbeit im ISO-Team und in den operativen Einheiten hervor. Am 9. September 2025 erfolgte die feierliche Übergabe der Zertifikate. Doch damit ist kein Zielpunkt erreicht – Transformation ist ein niemals endender Weg. Überwachungsaudits werden jährlich stattfinden, eine Rezertifizierung alle drei Jahre. Zudem strebt Beutlhauser die Zertifizierung nach der ISO-Norm 27001:2022 (Informationssicherheit) an. „Zertifizierungen und vor allem der Prozess sind kein Selbstzweck, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil. Sie sind ein sinnvolles Instrument, um Verbesserungspotenziale zu erkennen, unsere Effizienz zu steigern und für unsere Kunden, Partner und Mitarbeiter tatsächliche Mehrwerte zu schaffen“, betont Oliver Sowa abschließend. 

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