2. Dezember 2020 | Beutlhauser-Gruppe

„Alles, was Sie brauchen, ist Mut“

Interview Oliver Sowa, Geschäftsführer Beutlhauser und Christoph Pause von Haufe.

„Wir haben uns vorgenommen, alles, was unsere Entwicklung hemmt, abzuschaffen.“ Das sagt Oliver Sowa, Geschäftsführer der Beutlhauser Gruppe. Im Interview beschreibt er, wie sich das Unternehmen vom Kopf auf die Füße gestellt hat. Mit einem Ziel: „Wir wollen den Menschen ein Spielfeld eröffnen, auf dem sie sich frei bewegen können.“

Es geht um die Organisation

Herr Sowa, die Beutlhauser Gruppe hat sich in den zurückliegenden Jahren radikal verändert – andere Strukturen, neue Wege in der Führung, neue Wege in der Zusammenarbeit. Warum? Was war der Auslöser?

Wir sind einer der größten Investitionsgüterhändler in Deutschland. Ein Familienunternehmen in sechster Generation, uns gibt es seit 160 Jahren. Beutlhauser war immer ein erfolgreiches Unternehmen, aber bis zur Grenzöffnung 1990 eher klein und überschaubar. In den letzten 30 Jahren sind wir sehr stark gewachsen, heute erwirtschaften 1.200 Mitarbeiter 440 Millionen Euro. Wir verkaufen, vermieten und beservicen Baumaschinen, Flurförderzeuge und Kommunaltechnik. Stahl und Eisen, wenn Sie wollen, aber mittlerweile auch sehr digital.

Zwei Faktoren beeinflussen den Erfolg: das Individuum und die Organisation. Wir haben jahrelang nur am Individuum herumgeschraubt.

Ungefähr im  Jahr 2007 haben wir begonnen, uns intensiv mit der Organisation zu beschäftigen. Wir hatten den Eindruck, dass wir erfolgreich sind, aber nicht unser gesamtes Potenzial ausschöpfen. Irgendetwas hat uns gebremst und haben gemerkt, dass wir in die MitarbeiterInnen investieren und die Führung modernisieren müssen. Und haben Organigramme gemalt, Stellenbeschreibungen geschrieben, Mitarbeitergespräche etabliert, 360-Grad-Feedbacks und all die Dinge, die dazu gehören. Aber bis 2015 war das, ich sage das ganz offen, eher oberflächlich und dadurch stellenweise sogar zynisch. Wir haben die Fassade neu gestrichen, aber das Gebäude unverändert gelassen. Wir haben es, auf deutsch gesagt, nicht richtig angepackt, waren nicht radikal genug. Es kam bei den Menschen nicht richtig an.

Mehr darüber lesen im Interview HIER.