10. August 2020 | Arbeitswelt

Strombrücke über die Elbe in Magdeburg

Das nächste Mega-Bauprojekt in der Innenstadt von Magdeburg nimmt nach Jahren der Vorplanung konkrete Formen an. Die Firma Ecosoil, ein langjähriger Beutlhauser-Kunde in der Lausitz, beteiligt sich in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Firma Kemna an den Gründungsarbeiten für die neue Strombrücke über die Elbe. Neben der Pylonbrücke über die Alte Elbe, die künftig die stark beschädigte Anna-Ebert-Brücke entlasten soll, gehören zu diesem Projekt auch die neue Brücke über die Zollelbe, sowie die Sanierung der bestehenden neuen Strombrücke und die Notsicherung der Anna-Ebert-Brücke. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus Vertretern der Landeshauptstadt Magdeburg, den Städtischen Werken Magdeburg (SWM), der Abwassergesellschaft Magdeburg (AGM) sowie dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Die voraussichtliche Bauzeit beträgt vier Jahre, so dass Ende 2023 der Verkehr auf den neuen Brücken rollen kann. Nach den im Vorfeld erfolgten Arbeiten zum Freimachen des Baufeldes – darunter die Kampfmitteluntersuchungen, die Rodung der gesamten Trasse sowie zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz der Umwelt – wurden die Flächen für die Gründungsmaßnahmen hergerichtet. Teilweise sind komplizierte Gründungsbedingungen anzutreffen, da unter der Trasse noch alte Teile der ehemaligen Festungsanlage vermutet werden. Die Herangehensweise mit dem Rüttelstopfverfahren soll zur Bodenverbesserung und zur Erhöhung der Tragfähigkeit des Untergrundes dienen, ohne dass ein Bodenaustausch erfolgt. Für die seit Februar 2020 laufenden Gründungsarbeiten mietet Ecosoil ein Liebherr Ramm- und Bohrgerät LRB 155 mit einem zwölf Metern  langen  hydraulischen  Rüttler V23 bei Beutlhauser aus Cottbus. Da die Maschine über ausreichend hydraulische Leistung verfügt, ist der Antrieb des hydraulischen Rüttlers kein Problem für den LRB155. Bis Juni 2020 sollen die Bodenverbesserungsarbeiten für den Brückenneubau abgeschlossen sein.