27. April 2020 | Beutlhauser-Gruppe

Beutlhauser Historie: Folge 4 – Ein Mähdrescher im Friseurladen

„Mein Vater war alles andere als begeistert“, Gisbert Burgstaller muss ein wenig schmunzeln, wenn er an den kleinen Zwischenfall denkt.

Bereits während seiner Ausbildung, die er bei der Firma Walk und dem Landmaschinenhersteller Fahr in München absolvierte, hatte Gisbert Burgstaller im Familienbetrieb bei Beutlhauser immer wieder ausgeholfen und mitgearbeitet, so auch an einem eisigen Wintertag Anfang der 1950er Jahre. Damals handelte Beutlhauser noch mit Landmaschinen und der Firmensitz befand sich noch in der Innenstadt Passaus. An diesem Tag waren einige Mähdrescher am Bahnhof in Passau angekommen und mussten abgeladen und in die Firma gefahren werden. Da packte natürlich jeder mit an und auch Gisbert Burgstaller setzte sich hinters Mähdreschersteuer.

Bei Beutlhauser packen alle mit an.
Bei Beutlhauser packen alle mit an.

Der Weg zur Firma war zwar kurz aber an diesem Tag durch die eisigen und nicht geräumten Straßen nicht zu unterschätzen. Mit den Mähdreschern ging es vom Bahnhof zum Ludwigsplatz und dann bog man links Richtung Innenstadt ab. Dort kam es zum Unglück – auf der vereisten Straße verlor Gisbert Burgstaller die Kontrolle über den Mähdrescher und auf einmal stand er mit dem Vorderteil in einem Friseurladen. Zum Glück ereignete sich das ganze an einem Wochenende und frühmorgens, sodass kein Fußgänger unterwegs war und auch im Laden niemand zu Schaden kam, lediglich die große Ladenfront ging zu Bruch und musste ersetzt werden.

„Es könnte sein, dass ich ein wenig zu schnell unterwegs für die Straßenverhältnisse war…“, fügt der Beutlhauser-Seniorchef seiner Erzählung noch hinzu.