8. Januar 2015 | Vertrieb

Neue Förderbandrückraupen im Lausitzer Revier

Die knapp 60 Tonnen schweren und 270 Kilowatt starken, als Förderbandrücker umgebauten Rohrleger werden im Tagebau Welzow Süd und Nochten für das Rücken der Förderbandanlagen eingesetzt. Beutlhauser liefert schon seit 15 Jahren die modifizierten Maschinen in den Tagebau im Lausitzer Revier. Das Besondere an diesen Spezialgeräten sind vier Merkmale, weshalb Vattenfall sie immer wieder kauft. Das ist erstens der Kraftstoffverbrauch gegenüber dem Wettbewerb. Dieser beträgt je nach Einsatz 20 bis 25 Liter pro Stunde weniger als bei den Konkurrenz-Maschinen. Die Steuerung der Winde ist die zweite Besonderheit dieser Maschinen. Beim Rücken der Bandanlage muss die Spannung am Seil immer einen konstanten Wert besitzen und es darf kein Schlafseil auf der Winde entstehen.

Präzision durch GPS

Diese Regelung der Winde verhindert, dass der Rollenstuhl in die Bandanlage fällt und dort Schaden anrichtet. Ein interessanter Nebeneffekt dieser Steuerung ist, dass sich nach deren Einsatz die Anzahl der Schienenbrüche deutlich verringert hat. Durch den Einsatz einer GPS-Anlage als Navigationsunterstützung können die Fahrer auch in der lichtarmen Zeit die Bandanlagen rücken. Es werden Rückleistungen von zwei bis drei Kilometer Bandanlage über 80 bis 100 Meter in acht Stunden erreicht. Da der Fahrer immer seinen Standort im Geländemodell sieht, kann er rechtzeitig auf den Rückprozess Einfluss nehmen und erspart sich so Nacharbeiten. Am Ende des Rückprozesses liegt die Bandanlage gerade wie an einer Schnur ausgerichtet auf der neuen Position. Ein weiteres nicht unwesentliches Argument ist die Ergonomie in der Fahrerkabine. Über die Zeit sind in der Zusammenarbeit mit Liebherr viele Details in die Maschine eingeflossen, die auf Wünsche und Verbesserungsanregungen der Kunden zurückzuführen sind.

B+B fertigt hydraulische Rollenstühle

Nicht zu vergessen ist der Auftrag, der parallel zu den Förderbandrückgeräten von Vattenfall erteilt wurde. Es wurden sechs hydraulische Rollenstühle geordert. Diese für den Rückprozess wichtige Einrichtung wurde bei B+B in Welzow für den Kunden entwickelt und gebaut. Das Besondere an diesen Rollenstühlen ist, dass der Fahrer aus der
Kabine den Rollenstuhl auf dem Gleis der Bandanlage einfädeln und hydraulisch verspannen kann. Auch das führt wieder zu einer Zeitersparnis und zu einer Verbesserung der Sicherheit im Umgang mit dem Förderbandrückgerät. Darüber hinaus wurde ein Servicevertrag über die nächsten fünf Jahre zu diesen Maschinen abgeschlossen. Der Rohrleger ist ein gutes Beispiel dafür, dass man aus einer Standardmaschine mit einigen Ergänzungen ein effizientes Spezialgerät bauen kann. Der Kundennutzen wird dadurch deutlich erhöht und die Entscheidung für das nächste Gerät steht eigentlich schon fest.