18. Dezember 2017 | Vertrieb

Bell B30E 4×4 bei Guggenberger

Kompakt im Umschlag

Als Ersatz für einen langjährig genutzten Bell-25-Tonner im Mintrachinger Guggenberger-Kieswerk arbeitet seit Ende Oktober ein Bell B30E 4×4 als Transportmulde in Produktion, Umschlag und Abraum. Die Entscheidung fiel aufgrund spezifischer Vorteile des Allrad-Zweiachsers gegenüber konventioneller 6×6-Technologie.

Mit insgesamt knapp 500 Mitarbeitern ist die 1949 gegründete Guggenberger GmbH mit Sitz in Mintraching bei Regensburg ein überregional tätiges Bauunternehmen mit den Schwerpunkten Hoch-, Tief- und Straßenbau. Bereits Ende der 50er Jahre eröffnete das Familienunternehmen eine Kiesgrube in den Donauauen – mit Kieswerk, Asphalt- und Transportbeton-Kapazitäten wurde die dortige Baustoffproduktion in den 1960ern ausgebaut und seitdem periodisch modernisiert. Etwa 20 Mitarbeiter arbeiten heute in Abbau und Baustoffproduktion überwiegend für den Bedarf der eigenen Baustellen in der Region.

Das Team des Guggenberger-Kieswerks mit den zufriedenen Lieferanten (v.l.): Harald Birk (Leiter Kieswerk/Betonwerk), Max Karl, Markus Fuchs, Johann Schweiger (techn. Einkauf), Alexander Wittl – Beutlhauser, Alexander Schwarzkopf – Bell Equipment.
(Fotos: Bell Equipment/tb)

Vorteile im Visier

Bis Mitte 2017 fuhr unter anderem ein Bell B25D zwölf Jahre und rund 13.500 Betriebsstunden in Grube und Abraum sowie zwischen Siloabzug und Bunkern. Beim anstehenden Ersatz entschied sich Guggenberger wiederum für Bell Equipment – nach eingehender Evaluierung mit Beutlhauser für den aktuellen Zweiachser Bell B30E 4×4, der unter den spezifischen Voraussetzungen eine noch bessere langfristige Wirtschaftlichkeit verspricht.

Tatsächlich führen die bis zu 1500 Meter langen Umläufe in Mintraching über gut ausgebaute Fahrwege, die keine 6×6-Traktion erfordern. Punktet der Allrad-Zweiachser schon hier mit geringerem Reifenverschleiß, spielt er im überwiegend engen Werksverkehr bei kürzerer Gesamtlänge und kleinerem Wendekreis seine Stärken richtig aus: Im direkten Vergleich zum Dreiachser Bell B30E bietet der 4×4 rund 1,5 Meter weniger Wendekreis (14,6 Meter), dank deutlich kürzerem Hinterwagen mit neugestalteter Mulde erleichtert er das Rangieren erheblich. Ohne „radierende“ Mittelachse werden zudem die Fahrwege zwischen den Halden geschont, was der schnellen Abfertigung eigener oder fremder Aufliegerzüge entgegen kommt.

Bis zum Dreh-/Knickgelenk identisch zum konventionellen B30E kommt der 4×4-Zweiachser mit zuverlässiger Großserien-Technologie in Antrieb und Steuerung: Der 246 kW starke Mercedes-Benz-Turbodiesel mit Allison-Sechsgang-Automatik sorgen für den Vortrieb, der vorwählbare Getrieberetarder und großdimensionierte Ölbad-Lamellenbremsen an allen Rädern für die Sicherheit. Das nach wie vor umfangreichste Serien-Paket an Fahr- und Ladeassistenten gewährleistet auf Basis von Echtzeit-Messdaten (On-Board-Waage, Nick- und Rollsensoren, etc.) ein sicheres und komfortables Arbeiten.

Mit nominell 28.000 kg besitzt der Zweiachser die identische Nutzlast zum 6×6-Dreißigtonner – entsprechend hoch sind die Reserven der starr geführten 36-t-Hinterachse mit 29.5R25 Bereifung (vorne: 23.5R25). Zumal der neu gestaltete Muldenkörper mit flachem Boden mit 18,5 m³ (SAE 2:1) einen Kubikmeter mehr Volumen bietet, als die V-förmige 6×6-Mulde. In Mintraching lädt der B30E 4×4 mit automatischer Heckklappe nochmals rund einen Kubikmeter mehr, wobei die kurze Muldengeometrie insbesondere die Siloverladung leicht fließender Sande oder Kiese beschleunigt. Beim Entladen bringen die kürzeren Hydraulikzylinder schnellere Kippspiele – wichtiger für spezifische Anwendungen (Einhausungen, Untertage-Einsatz) ist allerdings die niedrigere Auskipp-Höhe, die der B30E 4×4 bei identischem, frei konfigurierbarem 70°-Kippwinkel gegenüber der konventionellen 6×6-Mulde benötigt.