30. November 2016 | Beutlhauser-Gruppe

Liebherr und Beutlhauser feiern 50 Jahre treue Partnerschaft

Seit 50 Jahren gemeinsam auf der Erfolgsspur: Liebherr und Beutlhauser feiern treue Partnerschaft

Die Ausläufer der Wirtschaftswunderjahre der 1950er und 60er Jahre waren noch deutlich zu spüren, die Baubranche boomte und damit auch die Nachfrage nach Baumaschinen. Im Oktober 1966 vereinbarten der Baumaschinenhersteller Liebherr und der Maschinenhändler Beutlhauser die Zusammenarbeit für das Vertriebsgebiet in Ostbayern. Rückblickend war es nicht nur ein Meilenstein und Gewinn für Beutlhauser. Auch für Liebherr war es eine strategisch richtige Entscheidung. Beide Familienunternehmen bewiesen damals Weitsicht mit dieser Kooperation, die sich heute, 50 Jahre danach, mehr denn je auf eine starke gemeinsame Basis stützt und ein Anlass zum Feiern ist.

Während Hans Liebherr mit der Erfindung des mobilen Turmdrehkrans und der Gründung der Hans Liebherr Maschinenfabrik bereits 1949 den Grundstein für den heutigen Weltkonzern legte, ebnete bei Beutlhauser erst 1965 ein entscheidender Kurswechsel den Weg für die langjährige Partnerschaft. Bis Mitte der 1960er Jahre handelte Beutlhauser mit Landmaschinen und landwirtschaftlichen Geräten – und das sehr erfolgreich. Einhergehend mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in der Bundesrepublik nahm die Bedeutung der Landwirtschaft stetig ab. In dieser Zeit erfolgte die Neuausrichtung des Unternehmens durch den Firmenchef Gisbert Burgstaller und man setzte fortan auf den Handel mit Baumaschinen. Zunächs waren es unterschiedliche Marken, die als freier Händler angeboten wurden, bis es schließlich 1966 zum Vertrag mit Liebherr kam und der Vertrieb der Erdbewegungsmaschinen vereinbart wurde. Drei Jahre später folgte dann der Vertrieb von Liebherr-Kranen.

Vor einem Liebherr-Bagger aus den 1960er Jahren präsentieren die Jubiläumstafel die Liebherr-Manager Rudolf Arnold (v. r.) und Joachim Strobel sowie die Beutlhauser-Geschäftsführer Matthias, Gisbert und Dr. Thomas Burgstaller sowie Oliver Sowa die „Jubiläums-Urkunde“.

Im Laufe der Jahre wurde das Vertriebsgebiet, das von Beutlhauser betreut wurde, ständig vergrößert. Zunächst von Ostbayern bis in die Oberpfalz, 1990 bot sich dann nach der Wiedervereinigung die einmalige Chance, in den neuen Bundesländern im Großraum Dresden und Cottbus kräftig zu expandieren. Mitte der neunziger Jahre erweiterte Beutlhauser sein Gebiet dann auch nach Nürnberg. Mit der Gründung der Niederlassung Schweinfurt im Jahr 2010 in Gochsheim wurde das Vertriebsgebiet im Baumaschinen- und Baugerätebereich bis nach Unterfranken und Süd-Hessen erweitert. 2015 gelang Beutlhauser die letzte Gebietserweiterung nach Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen durch die Übernahme der Firma Gebr. Frank.

Zwischen beiden Unternehmen gibt es durchaus Parallelen. Sowohl Liebherr als auch Beutlhauser sind Traditionsunternehmen in Familienbesitz, beide setzen auf ein ähnliches Wertefundament basierend auf Vertrauen, Respekt und Engagement. Und beide haben sich aus einem Kleinbetrieb heraus zu festen Größen in ihrer Branche entwickelt. Liebherr gehört mit rund 42.000 Beschäftigten und über 9 Milliarden Euro Umsatz zu den Top 5 der weltweit größten Baumaschinenhersteller. Beutlhauser hat sich zu einem der größten deutschen Baumaschinen-Händler und -Serviceanbieter mit knapp 900 Mitarbeitern und rund 290 Millionen Euro Umsatz entwickelt.

Joachim Strobel (Geschäftsführer Vertrieb der Liebherr-EMTec GmbH) links und Dr. Thomas Burgstaller ( Geschäftsführer Beutlhauser) rechts
Joachim Strobel (Geschäftsführer Vertrieb der Liebherr-EMTec GmbH) links und Dr. Thomas Burgstaller ( Geschäftsführer Beutlhauser) rechts

Positive Bilanz der langjährigen Zusammenarbeit

Anlässlich der Jubiläumsfeier besuchten Jan Liebherr, Joachim Strobel, Geschäftsführer Vertrieb der Liebherr-EMTec GmbH und somit verantwortlich für den weltweiten Vertrieb der Erdbewegungsmaschinen, sowie Rudolf Arnold, Geschäftsführer Vertrieb der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, den Beutlhauser Firmensitz im niederbayerischen Passau. Beide Seiten betonten, wie wichtig die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägte Partnerschaft ist. „Der Erfolg verbindet die beiden Partner“ und die gleiche Denke: Nicht die kurzfristige Orientierung an Quartalszahlen ist wichtig, sondern der nachhaltig erwirtschaftete Erfolg und die ständige Investition in das eigene Unternehmen, um es weiter zu entwickeln, “ sagt Rudolf Arnold.

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Rudolf Arnold (Rudolf Arnold, Geschäftsführer Vertrieb der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH) beim Vortrag vor der Beutlhauser Mannschaft in Passau.

Dabei spielen für Beutlhauser-Geschäftsführer Dr. Thomas Burgstaller vor allem die Mitarbeiter und deren Engagement eine tragende Rolle: „Bei uns kommt gelbes Blut heraus“, bringt er es zugespitzt auf den Punkt und spielt dabei auf die Maschinenfarbe und gemeinsame Firmenfarbe an. „Das gilt für die Geschäftsführung genauso wie für die Mitarbeiter, die sich voll und ganz mit Liebherr identifizieren. Wir sind stolz darauf, dass wir mit einer so starken Marke wie Liebherr einen so langen Weg gemeinsam gegangen sind. Wir haben dieser Verbindung viel zu verdanken und sehen auch in Zukunft noch viel gemeinsames Potenzial. “ so Burgstaller.

Gisbert Burgstaller
Gisbert Burgstaller (Senior-Chef von Beutlhauser)

Neue Herausforderung Digitalisierung

Über die Jahrzehnte hat sich das Bild des Vertragspartners stark verändert. Früher reichte es, einfach Maschinen zu verkaufen und zu reparieren. „Heute erwarten die Kunden von einem Premium-Partner umfassende Dienstleistungen – zum Beispiel vielfältige Miet- und Finanzierungsoptionen, Maschineneinsatzkonzepte, Full-Service-Modelle, Schulungsangebote und natürlich eine schlagkräftige Service-Organisation“, berichtet Beutlhauser-Geschäftsführer Matthias Burgstaller von den gestiegenen Anforderungen. Und auch dabei zahlt sich die Partnerschaft mit Liebherr aus. „Die Lösung steht immer mehr im Mittelpunkt, nicht die Maschine“, pflichtet Joachim Strobel bei. „Auch Liebherr setzt auf den Mehrwert durch starken Service, Kundenorientierung und Innovationskraft. Deshalb ist eine herausragende Händler-Organisation so wichtig für den gemeinsamen Erfolg. Wir unterstützen uns gegenseitig, spornen uns zu Höchstleistungen an – und unsere Kunden profitieren davon.“

Die nächste Herausforderung steht auch schon vor der Tür: die Baustelle 4.0. Digitalisierung und Elektrifizierung sind im Windschatten der Pkw- und Lkw-Entwicklung auch in der Baumaschine bereits ein Thema. „Abgasnormen zum Beispiel zwingen uns zur Suche nach alternativen Antriebskonzepten. Hybrid-Antriebe sind dabei ein erster Schritt“, erklärt Joachim Strobel. „Als Premium-Hersteller wollen wir sowieso immer einen Schritt voraus sein. Die Digitalisierung bietet uns hier eine riesige Spielwiese. Es wird spannend, welche Technologien in naher Zukunft zum Einsatz kommen, um das Arbeiten noch leichter, effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten.“ so Strobel. Auch Beutlhauser setzt auf diese Zukunftstechnologien und baut mit Beutlhauser Smart Systems einen eigenen Spezialbereich auf, der moderne Assistenzsysteme entwickelt und in die Baumaschinen integriert.

 

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ABZ