1. September 2022 | Produkte

Der Unimog TLF-W ist Benchmark seiner Klasse

Bereits seit 1965 setzt die Feuerwehr Stuttgart Unimog ein. Zunächst mit zwei Trockenlöschfahrzeugen auf Unimog S im Einsatz folgten in mehreren Serien Tanklöschfahrzeuge sowie ein Rüstwagen Schiene für den Zweiwegeeinsatz. Auch wurden Unimog Feuerwehrfahrzeuge des Luftschutz-Brandschutzdienstes und des erweiterten Katastrophenschutzes in Stuttgart stationiert und später in den kommunalen Feuerwehrfuhrpark übernommen. Und die Unimog Erfolgsgeschichte wird in Stuttgart weitergeschrieben: Derzeit befinden sich neu konzipierte Tanklöschfahrzeuge für den Waldbrand- und Hochwassereinsatz sowie Rüstwagen auf Basis der aktuellen Unimog Baureihen in der Beschaffung – man kann sogar behaupten, in Stuttgart wird damit Fahrzeuggeschichte geschrieben.

NUR ECHT MIT DEM UNIMOG.

Die Feuerwehr der baden-württembergischen Landeshauptstadt begeistert die Fachwelt mit einem vollkommen neuen Löschfahrzeug, einem echten TLF-W (Tanklöschfahrzeug Waldbrand). Warum echt? Wurde bisher, unter anderem aus Kostengründen, bei Ausschreibungen auf markante und zwingend notwendige Fahrzeugmerkmale verzichtet, die ein hochgeländegängiges Löschfahrzeug zur Vegetationsbrandbekämpfung ausmachen, folgte die Stuttgarter Wehr jetzt einer neuen Konzeption des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Nachdem zahlreiche Fahrgestell- und Aufbau-Lieferanten dem Verband zunächst ihre Kompetenz zusicherten, stellte sich am Ende ausschließlich der Unimog als einzig sinnvolle Lösung heraus. Die zwei vollkommen neu konzipierten U 5023 TLF-W werden die Löschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart künftig höchst effektiv unterstützen.

DER MASSSTAB ALS NEUE NORM.

Fakt ist: Der neue Unimog ist TLF-W Benchmark. Das Fahrzeug soll zur Norm werden. Mit einer Länge von 6.950 mm und einer tatsächlichen Masse von 13.900 kg ist der neue Unimog TLF-W sehr kompakt. Zudem sorgen der niedrige Aufbau und die Tankanordnung für einen sehr niedrigen Schwerpunkt.

Die markanten Merkmale des Fahrzeugs sind seine Watfähigkeit von 1,2 Metern, eine Selbstbergewinde, die Doppelkabine, die für jedes Besatzungsmitglied einen luftgefederten Einzelsitz hat und über Klimaanlage und Standheizung verfügt. Durchdacht sind die beiden Dachluken über der hinteren Sitzreihe: Diese Luken sind im geschlossenen Zustand druckwasserdicht und können uneingeschränkt begangen werden.

 

 

AUTARK UND FEUERFEST.

Die Stuttgarter TLF-W verfügen neben der digitalen BOS-Funktechnik auch über eine komplett autarke analoge Funktechnik. Die hier sonst übliche Lösung mit einem Hörer, der über ein Lardis-System sowohl den analogen als auch den digitalen Funk bedient, kam hier sehr bewusst nicht zum Einsatz. Am Pumpenbedienstand sind keine Funk-Handapparate verbaut, sondern nur Lautsprecher, da die TLF-W allein kaum im üblichen Pumpbetrieb eingesetzt werden. Jedes Besatzungsmitglied hat ein eigenes Headset.

Unerlässlich ist die Hitzeschutzausstattung aller kritischen Bauteile und Leitungen, die innovative Löschtechnik auf dem Dach, die Sondersignalanlage und Umfeldbeleuchtung sowie die vom Multifunktionslenkrad bedienbare Reifendruckregelanlage. Beadlockfelgen verhindern ein Drehen des Reifens auf der Felge.

 

 

RUNDUM-DURCHBLICK.

Das Inclisafe Sensorsystem, das per LED-Reihen von grün, gelb und rot die Kritizität der Seitenneigung anzeigt, setzt Maßstäbe. Neben einer Shutter Rückfahrkamera mit Tonübertragung sind eine Frontkamera und ein Abbiegeassistent mit Kamera und Sensoren sowie ein Monitor an der rechten A-Säule vorhanden. Die Sensoren melden jede Bewegung rechts neben dem Fahrzeug auch akustisch.

Die Frontkamera reduziert den nicht einsehbaren Bereich vor dem Fahrzeug deutlich und hat einen eigenen Bildschirm oben in der Mitte zwischen Fahrer und Fahrzeugführer. Die Rückfahrkamera nutzt den Bildschirm des Lardis-Systems. Die beiden Stuttgarter TLF-W bilden zusammen das einsatztaktisch mindestens notwendige „Pärchen“, also zwei TLF-W, die sich im Einsatz gegenseitig sichern.