27. Mai 2022 | Beutlhauser-Gruppe

Entdeckungsreise abgeschlossen: Druckfrische Chronik beleuchtet die Beutlhauser-Geschichte

In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurden unzählige Unterlagen gewälzt, Fotoarchive durchstöbert und längst vergessene Erinnerungen zu neuem Leben erweckt. Nun liegt das Ergebnis der umfangreichen Arbeiten vor: Die gedruckte Chronik der Beutlhauser-Gruppe mit Firmensitz in Passau lädt zu einer Zeitreise ein.

„Unsere Geschichte erzählt von Erfolgen, Wachstum und zahlreichen Meilensteinen ebenso wie von strategischen Neuausrichtungen und langjährigen, vertrauensvollen Partnerschaften. Aber auch Rückschläge und der ein oder andere Richtungswechsel werden lebendig“, sagte Senior-Chef Gisbert Burgstaller. Bei einer Feier im kleinen Kreis übergab er das erste Exemplar der Beutlhauser-Chronik in der Traktoria an Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper. Dieser nahm das 340 Seiten starke und knapp zwei Kilogramm schwere Buch dankend entgegen. „Es ist gut zu wissen, woher man kommt und wie man sich entwickelt hat. Das imposante Werk macht deutlich, wie aus bescheidenen Anfängen mit Innovationskraft, Mut und Risikobereitschaft eine große Firma wurde“, stellte Dupper fest. Zudem sei die Chronik ein Beleg für die spannende Wirtschaftsgeschichte, die Unternehmen in der Stadt Passau schreiben.

Die eigene Entwicklung aufarbeiten, sich mit der DNA des Unternehmens auseinandersetzen und Wertschätzung für all jene Menschen zum Ausdruck bringen, die maßgeblich für die Entwicklung von Beutlhauser wichtig waren – diese Ziele trieben Gisbert Burgstaller bei der Arbeit an der Chronik an. Zu Beginn des Projekts hätte niemand damit gerechnet, welch überraschende „Ausgrabungen“ folgen werden. Die wohl wichtigste Erkenntnis schreibt die Geschichte von Beutlhauser sogar ein Stück weit neu. Bislang war man davon ausgegangen, dass die Eheleute Katharina und Carl Beutlhauser im Jahr 1898 mit der Eröffnung eines Eisen- und Haushaltswarenhandels den Grundstein für das heutige Unternehmen gelegt hatten.

Diplom-Archivarin Irma Wiedemann (Stadtarchiv Pfarrkirchen) stieß im Zuge der Recherchen allerdings auf alte Unterlagen, die die Unternehmensgründung im Jahr 1860 durch Martin Beißer belegen. Er hatte in Pfarrkirchen ein Ladengeschäft für Porzellanwaren eröffnet. 38 Jahre später übernahm Beißers Schwiegersohn Carl Beutlhauser das laufende Geschäft und firmierte es zum Handel mit Eisen und Eisenwaren um. Damit ist Beutlhauser gut 40 Jahre älter als gedacht. Zugleich bedeutet die Entdeckung der „ersten Generation“, dass das Unternehmen derzeit bereits in fünfter Generation geführt wird. Mit Korbinian Burgstaller, Regionalleiter in Meckenheim, ist die sechste Generation in das Familienunternehmen eingetreten. Zudem verkündete Gisbert Burgstaller, dass mit Benedikt Burgstaller noch in diesem Jahr ein weiteres seiner Enkelkinder Teil der Beutlhauser-Welt wird.

Der Senior-Chef dankte allen Mitstreitern für ihr unermüdliches Engagement in den vergangenen arbeitsintensiven Monaten. Bei der Umsetzung wurde er beispielsweise von den beiden Werksstudentinnen Johanna Fischer und Sabrina Fink tatkräftig unterstützt. Die grafische Gestaltung hatte die Agentur „Graswald + Heiligtag GmbH & Co. KG“ aus Passau übernommen. Mit der fertigen Chronik ist nun eine bleibende Dokumentation entstanden, die nicht mehr verloren gehen kann. Fortsetzung folgt…