8. Dezember 2021 | Beutlhauser-Gruppe

Nach erfolgreichem Test: RSD entscheidet sich für Einführung von Leica 3D-Maschinensteuerung

Seit diesem Jahr sind sieben Systeme erfolgreich im Gleisbau im Einsatz

Maschinensteuerungssysteme eröffnen neue Wege für effizientes Arbeiten. Von dieser Tatsache hat sich das Gleisbauunternehmen Rhomberg Sersa Deutschland (RSD) im Zuge eines anspruchsvollen Projektes selbst überzeugt. Die RSD mit Hauptsitz in Berlin gehört mit seinen rund 280 Mitarbeitern an mehreren Standorten in den Regionen Ost und Südost zu den größten und leistungsstärksten Gleisbauunternehmen in diesen Regionen. Die 3D-Maschinensteuerung von Leica Geosystems wurde in Zusammenarbeit mit Beutlhauser Smart Systems auf Herz und Nieren getestet. Das Resultat überzeugte.

Das Leistungsportfolio der RSD reicht von Gleiserneuerungen und -umbauten über die Gleis- und Weicheninstandhaltung bis hin zu Bahnübergangsarbeiten. Die RSD ist Teil der Rhomberg Sersa Rail Group und steht in engem Kontakt zu den Schwesterunternehmen der Gruppe. Da die Digitalisierung der Baustelle einschließlich Building Information Modelling, kurz BIM, bei der RSD einen hohen Stellenwert hat, hat sich das Unternehmen intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und verschiedene Anbieter verglichen.

Geräte und Steuerung aus einem Haus

Die Wahl fiel schließlich auf Beutlhauser, weil bereits seit vielen Jahren enge Geschäftsbeziehung gepflegt werden. „Außerdem sehen wir einen Vorteil darin, Geräte und Steuerung aus einem Haus zu bekommen“, sagt Geidel. Getestet wurde die 3D-Maschinensteuerung bei dem Bauvorhaben „Cannstatt-Stg. Münster + Kornwestheim PBF“. Bei diesem Projekt wurden innerhalb von wenigen Monaten 20 Weichen und 1500 Meter Gleis erneuert.

Im Vorfeld waren mehrere Baggerfahrer im Umgang mit dem System geschult und ein neuer Liebherr-Bagger mit der 3D-Maschinensteuerung ausgestattet worden. Schon bei der Installation konnte die Leica-Maschinensteuerung laut Elisa-Marie Geidel erste Pluspunkte sammeln. Weil das Display induktiv mit Strom versorgt wird und die Daten via Infrarot übertragen werden sind zur Montage auf der Dockingstation keinerlei Steckverbindungen nötig. Schmutz oder brüchige Kabel können dem System somit nichts anhaben.

Kompatibilität der Anbaugeräte und maximaler Satellitenempfang

Bevor es richtig los gehen konnte, mussten zunächst auch die Anbaugeräte, zwei Liebherr Tiltrotatoren TR 20 und TR 25 sowie ein Zweischalengreifer, in die 3D-Dual GNSS Maschinensteuerung eingemessen werden, um die Kompatibilität herzustellen. So wird ermöglicht, dass der Geräteführer im Fall der Tiltrotatoren in jeder Situation der Rotation des Löffels die exakte Höhe angezeigt bekommt. Der Zweischalengreifer wurde so eingemessen, dass der tiefste Punkt erfasst werden kann. Dank der neuen Maschinensteuerungssoftware MC1 kann der Fahrer sich die Anbaugeräte zudem in verschiedenen Perspektiven anzeigen lassen. So können Leitungsgräben präzise ausgeschachtet werden.

Wichtig war zudem die Arbeit mit allen verfügbaren Satellitensystemen: Beidou, GPS, Glonass und Galileo. So wird stets der optimale Empfang sichergestellt, selbst bei beschatteten Stellen und ohne auf eine Totalstation zurückgreifen zu müssen.

Deutlicher Mehrwert in den Punkten Arbeitssicherheit und Produktivität

Beim Test selbst wurde der Mehrwert der Maschinensteuerung schnell deutlich. „Einer unserer erfahrensten Fahrer hat selbst festgestellt, dass sich die Arbeitssicherheit erhöht, weil sich keine weitere Person für Vermessungsarbeiten im Gleisbereich befindet.“, sagt Geidel.

Durch die Anzeige der Sollkorrektur entfallen zusätzliche Vermessungsarbeiten. Der Fahrer ist nicht mehr auf externe Anweisungen zu Auf- und Abtrag angewiesen. Daneben trägt die Tatsache, dass der Geräteführer sich nicht mehr darauf konzentrieren muss, ob sich Personen im Gleisbereich befinden, zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung beim Herstellen des Erd- und Schotterplanums bei.

Support als Entscheidungskriterium

Bei der Einführung eines neuen Systems spielt natürlich auch der Support eine zentrale Rolle. Die RSD stand beim Testprojekt in stetigem Kontakt zu Jörg Thierfelder, Produktmanager Maschinensteuerungen bei Beutlhauser Smart Systems. „Mit dem Service waren wir sehr zufrieden. Jörg Thierfelder war stets erreichbar – sogar am Wochenende, was bei unserem Projekt von großer Bedeutung war. So konnten immer schnelle Lösungen gefunden werden, wenn Fragen aufgetaucht sind“, schildert Geidel.

Installation der 3D-Maschinensteuerung auf neuen Geräten

Im Anschluss an den gelungenen Test hat die RSD vier neue Liebherr-Zweiwegebagger sowie zwei neue CAT-Zweiwegebagger und eine Raupe mit der 3D-Maschinensteuerung ausgestattet.

„Wir waren absolut zufrieden und hatten kein Bedürfnis, uns weiter umzuschauen“, so Geidel abschließend.