2. Dezember 2021 | SMART SYSTEMS

Immer einen Schritt voraus: Innovative Abziehautomatik für Bagger

Schon in der Entstehungsphase haben sich Beutlhauser Smart Systems und Leica Geosystems vor allem von einem Gedanken leiten lassen: Die Abziehautomatik für Ketten- und Mobilbagger soll die bestmögliche Option auf der digitalen Baustelle werden. Dank der Nähe zum Kunden und auf Grundlage des tatsächlichen Bedarfs ist eine facettenreiche Lösung entstanden, die sich durch Vielseitigkeit vom Wettbewerb abhebt.

Im Herbst 2020 wurde die Abziehautomatik nach rund zwei Jahren Entwicklung und intensiven Praxistests offiziell in den Markt eingeführt. Seither unterstützt das intelligente Assistenzsystem Baggerfahrer beim Abziehen von Flächen durch das parallele Ansteuern von Hubgerüst, Löffelzylinder und Schwenklöffel. Das Kundenfeedback untermauert: Die Lösung führt zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung, wobei zugleich die Arbeitsbelastung bei den Maschinenführern sinkt. Projekte können schneller, sicherer und zu 100 Prozent genau ausgeführt werden. Dabei ist die Abziehautomatik von Beutlhauser und Leica vor allem deshalb so besonders, weil sie verschiedene Faktoren in sich vereint.

Leistungsfähig auf Ketten- und Mobilbaggern

Allen voran liefert das System sowohl auf Ketten- als auch auf Mobilbaggern präzise Ergebnisse. Weil ein Mobilbagger auf Rädern steht, liegt es in der Natur der Sache, dass dieser weniger Standfestigkeit als ein Kettenbagger mitbringt. Im Oberwagen ist mit dynamischen Bewegungen zu rechnen. „Deshalb muss die Messung hinten am Heck in einer viel höheren Taktung erfolgen, damit das Ergebnis vorne an der Löffelschneide adäquat ist. Das Leica-Produkt misst im Vergleich zum Wettbewerb deutlich präziser und hochauflösender – und damit viel mehr in Echtzeit. So entsteht ein Vorteil in Sachen Schnelligkeit“, erklärt Nicolai-Christian Andree, Leiter Beutlhauser Smart Systems.

Die Abziehautomatik wird für den Einsatz auf dem Mobilbagger noch attraktiver, weil sie nicht einzig auf die Arbeit mit einem Monoblockausleger oder einem Verstellausleger in ausgefahrener Position begrenzt ist. Vielmehr kann der Verstellausleger in ganzer Fülle genutzt werden. „Unsere Lösung überwacht die Stellung des Verstellauslegers und berücksichtigt diesen  in der Abziehautomatik. Das heißt also: Egal in welcher Stellung der Ausleger steht, die Maschine zieht sauber ab – ein großer Mehrwert auf der Baustelle“, folgert Andree.

Aktive Ansteuerung von Schwenklöffel und Tiltrotator

Ein weiteres Hauptunterscheidungskriterium bezieht sich auf die Ansteuerung des Schwenklöffels. Denn die Abziehautomatik steuert nicht nur das Hubgerüst und den Löffelwinkel aktiv an. Auch der Schwenklöffel kann entsprechend der Vorgaben im digitalen Geländemodell aktiv angesteuert werden. „Somit muss der Löffel nie einfach nur in einer Position mitgeführt werden. Weiter kann der Baggerfahrer über die Funktion Angriffswinkel flexibel entscheiden, ob die Schneide oder der Boden des Löffels für das Abziehen genutzt wird. Das kann die Abziehautomatik bereits seit ihrer Markteinführung 2020“, sagt Jörg Thierfelder, Produktmanager Beutlhauser Smart Systems.

Ebenso können Maschinen mit Tiltrotatoren der Hersteller Engcon, Rototilt, Steelwrist und MTS problemlos integriert werden. Eine besondere Herausforderung an die Lösung, denn neben dem Schwenken muss auch noch das Drehen des Löffels eingerechnet werden. Die Abziehautomatik kann beide Bewegungen nicht nur anzeigen, sondern auch aktiv ansteuern, was beispielsweise beim Ziehen einer Böschung die Arbeit des Baggerfahrers erheblich erleichtert. Die Option, den Tiltrotator aktiv anzusteuern, stellt ein Alleinstellungsmerkmal der Beutlhauser-Leica-Abziehautomatik dar.

Neben Vorteilen, die auf technischem Vorsprung basieren, ergibt sich für Kunden zudem ein Service-Mehrwert. Weil Beutlhauser verschiedene Geschäftsbereiche wie den Baumaschinenhandel und Smart Systems unter einem Dach vereint, erhalten Kunden nicht nur eine Lösung, die auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmt ist, sondern zudem alles aus einer Hand. So besteht kein zusätzlicher Bedarf an externen Dienstleistern.