9. November 2021 | SMART SYSTEMS

Totalstation für komplexe Bauvorhaben

Leithner setzt auf Leica

Steigende Qualitätsansprüche und die zunehmende Komplexität bei Projekten treffen in der Baubranche stets auf den Faktor Zeit. Um aktuellen und künftigen Herausforderungen optimal begegnen zu können, setzt die Leithner Bau GmbH aus St. Florian am Inn auf digitale Lösungen. Im Einsatz sind zwei neue iCR80 Totalstationen von Leica Geosystems.

Im Entscheidungsprozess haben mehrere Punkte eine Rolle gespielt. Allen voran wollte das oberösterreichische Bauunternehmen eine Arbeitserleichterung auf komplexen Baustellen erzielen. Daneben sollen auf lange Sicht gesehen Kosten eingespart werden, weil auf Fremdleistungen von Vermessungsbüros verzichtet werden kann. Auch wollte man grundsätzlich nicht mehr von Fremdfirmen oder externen Vermessern abhängig sein. Die Möglichkeit, Berichte zur Vermessungsarbeit zu erstellen, war ein weiteres Kriterium.

Ausgereifte Technik mit Ein-Mann-Bedienung

Das Team von Beutlhauser Smart Systems am Standort Passau hat dem Kunden zu einer Lösung verholfen, die alle Anforderungen aufgreift. „Die Leica iCON iCR80 ist eine Robotic-1-Mann Totalstation. Mit ihrer Hilfe können Aufmaße und Absteckungen digital realisiert werden“, erklärt Christian Elsper, Produktspezialist Maschinensteuerung und Vermessungstechnik von Beutlhauser Smart Systems. Die Leica iCR80 konnte besonders mit der App „Autostationierung“ überzeugen. Mit deren Hilfe wird das Stationieren der Totalstation völlig selbstständig ausgeführt, indem die iCR80 in einer 360-Grad-Drehung alle Prismen registriert und dann automatisch seinen Standpunkt bestimmt.

Weitere patentierte Technologien, wie die erweiterten verschiedenen Suchfunktionen ATR, PowerSearch und Cube-Search, spielen speziell in beengten Baustellengegebenheiten ihre Stärken aus. Verliert die Totalstation durch Hindernisse das Prisma des Anwenders, kann der Kontakt schnell wiederhergestellt werden. Durch das Ausblenden von ungewollten Zielen wird die Einmannvermessung kinderleicht.

Vorteile: Zeitersparnis und Präzision

Im Unterschied zur analogen Methode, bei der in der Regel von eingemessenen Bezugslinien, wie beispielsweise den Hauptachsen, mit dem Maßband „weg gemessen“ wird, besteht mit digitalen Vermessungsgeräten die Möglichkeit, sich jeden Punkt und jede Linie eines im Display hinterlegten Planes direkt einzumessen. Das fehlerbehaftete „Wegmessen“ entfällt und der Anwender erhält genauere Ergebnisse, in kürzerer Zeit. Somit hat die Lösung auch in Sachen Präzision und Zuverlässigkeit die Nase vorn.

Weiterhin werden Konstruktions- und Installationsprozesse beschleunigt. In der Regel kann die Produktivität im Vergleich zur herkömmlichen Variante mit dem Schnurgerüst um bis zu
80 Prozent gesteigert werden.

Komplizierte Grundrisse und Fertigteilebau

Von den Vorteilen, die sich durch die beiden gekauften Totalstationen ergeben, profitiert die Leithner Bau GmbH derzeit auf zwei Baustellen, die spezifische Herausforderungen mit
sich bringen. In Passau wird ein neuer Wohnkomplex für Studierende mit Tiefgarage und mehreren Stockwerken gebaut. Da im Stadtgebiet Baugrund äußerst teuer ist, nutzte der Architekt jeden
Quadratmeter Grund, um den Wohnraum zu planen. Dadurch entstand ein Bau mit nicht immer zueinander rechtwinkeligen Wänden. Der Vorteil, jetzt mit der digitalen Totalstation jede Wand, egal in welcher Lage, direkt abstecken zu können, gefiel dem Polier Hans-Peter Fischer auf Anhieb.

Auf der zweiten Baustelle in St. Florian bei Schärding wird eine riesige Halle aus Betonfertigteilen gebaut. Die große Herausforderung, dass die Betonteile mit nur einer geringen Toleranz
zueinander exakt gestellt werden müssen, bewältigt der Polier, Herr Miesbauer, mit der Leica Totalstation iCR80. Nicht nur die Vorteile des direkten Einmessens jedes Bauteils, sondern auch bei der Ausrichtung, zum Beispiel in der Vertikalen bei den Stützen, meistert Miesbauer jetzt mit der neuen Totalstation. Die Höhen der Auflagerpunkte an den Stützen können mit dem Laser der iCR80 überprüft werden.

„Wie haben wir das bloß vorher gemacht?“, scherzte Miesbauer beim letzten Besuch.